Wenn die Augsburger Puppenkiste das erste Mal eine echte Kinoleinwand erobert, steht ein Regisseur aus Bergedorf hinter der Kamera. Michael F. Huse hat genau das geschafft, und sein Weg dorthin begann in einem Hamburger Bezirk, der mit Filmgeschichte sonst eher selten in Verbindung gebracht wird.1
Geboren wurde er 1957 in Hamburg-Bergedorf, also genau dort, wo heute unser Lokalmagazin zuhause ist.1
Wir haben nachgeschaut, was aus dem Bergedorfer Filmemacher geworden ist und woran er heute, Stand 2026, arbeitet.
Vom Bergedorfer Jungen zum Filmregisseur
Michael F. Huse kam am 16. August 1957 in Hamburg-Bergedorf zur Welt. Die ersten Lebensjahre verbrachte er damit in jenem Bezirk im Hamburger Südosten, der mit seiner Schlossanlage und dem historischen Ortskern bis heute viel Eigenständigkeit bewahrt hat.1
Sein Abitur legte Huse später an der Tellkampfschule in Hannover ab. Anschließend zog es ihn nach Berlin, wo er an der Hochschule der Künste das Fach Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation studierte und sein Studium 1984 abschloss.1
Im selben Jahr legte er den Grundstein für seine berufliche Laufbahn. Gemeinsam mit Partnern gründete er Studio K7, eine unabhängige Produktionsfirma für audiovisuelle Kommunikation.1
Ab 1987 weitete Huse seine Arbeit auf Regie für Kino und Fernsehen aus. Er drehte Filme, die unter anderem bei ARD, ZDF und 3sat liefen, und arbeitete daneben als Drehbuch-Dramaturg an internationalen Filmprojekten mit.2
Sein wohl bekanntestes Werk wurde Die Story von Monty Spinnerratz. Der Film gilt als das erste Kinoprojekt der legendären Augsburger Puppenkiste und brachte die Marionetten damit erstmals auf die große Leinwand.1
Daneben inszenierte Huse Dokumentarfilme wie Augenblick Polen und Clowns in der Nacht sowie Theaterstoffe, darunter Bearbeitungen von Macbeth und Nachtasyl. Sein Repertoire reicht damit vom Familienfilm über den Dokumentarfilm bis zur Bühne.1
Gemeinsam mit Hans Peter Clahsen führte Huse zudem Regie bei den Produktionen Im Westen alles nach Plan und Exclusion. Wer seine Filmografie durchgeht, erkennt schnell einen Filmemacher, der sich nie auf ein einziges Genre festlegen ließ.1
Was Michael F. Huse heute macht (Stand 2026)
In Rente ist Michael F. Huse nicht. Er ist bis heute als Regisseur und Autor in der Film- und Kommunikationsbranche tätig und pendelt dabei zwischen seinen beiden Lebensmittelpunkten Berlin und Hamburg.2
In den vergangenen Jahren hat sich sein Schwerpunkt spürbar verschoben. Neben der Regiearbeit, zu der auch Imagefilme für Unternehmen wie Audi und Porsche gehörten, rückte das Schreiben in den Mittelpunkt.1
2017 erschien sein Debütroman Codex 177. Ein Jahr mit Blutmond, ein Thriller, der archäologische Schatzsuche mit der Frage nach einem respektvollen Miteinander der drei abrahamitischen Religionen verknüpft.1
Die Geschichte rund um die Schatztaucherin Teresa Wagner jagt ihre Figuren quer durch Europa und endet während einer totalen Mondfinsternis. Den Stoff hat Huse anschließend auch im Rahmen von Autorengesprächen und einem begleitenden Imagefilm vorgestellt.2
Damit zeigt sich, was Huse seit Jahrzehnten ausmacht. Ob als Filmemacher oder als Romanautor, er bleibt ein Erzähler, der große Stoffe und gesellschaftliche Fragen miteinander verbindet.2
Der Bergedorf-Bezug
Auch wenn Michael F. Huse seinen Arbeitsalltag heute zwischen Berlin und Hamburg organisiert, sein Anfang liegt klar in Bergedorf. Hier wurde er 1957 geboren, hier begann eine Biografie, die ihn bis ans Set internationaler Filmprojekte führte.1
Bergedorf taucht damit auf einer Liste von Namen auf, die man dem ländlich geprägten Bezirk so nicht unbedingt zutraut. Vom Schauspielfach bis zur Wirtschaftsspitze hat der Hamburger Südosten erstaunlich viele bekannte Gesichter hervorgebracht.
Mit dem Schauspieler und dem Manager teilt Huse so eine besondere Gemeinsamkeit. Sie alle haben hier ihren Ausgangspunkt, auch wenn ihre Karrieren sie längst in andere Städte geführt haben. Bergedorf ist für viele von ihnen weniger der Wohnort von heute als die Wurzel von einst.
Wer mehr über die Region wissen will, in der Huse aufgewachsen ist, findet bei uns einen Überblick zur Geschichte von Bergedorf und zu den einzelnen Stadtteilen des Bezirks.
Wie viele Menschen heute in dem Bezirk leben, in dem Huses Geschichte ihren Anfang nahm, zeigt unsere Übersicht zu den Einwohnern von Bergedorf.
Ausblick
Michael F. Huse gehört zu jenen Kreativen, die sich nicht auf ein einziges Medium festlegen lassen. Nach Jahrzehnten in der Filmregie hat er mit dem Roman ein neues Feld erschlossen und beweist damit, dass er weiterhin neue Stoffe sucht.2
Ob als nächstes wieder ein Film, ein weiterer Roman oder ein Bühnenprojekt folgt, lässt sich von außen schwer vorhersagen. Klar ist nur, dass der Bergedorfer auch jenseits der siebzig weiter an Geschichten arbeitet.2
Für seinen Geburtsbezirk bleibt er so oder so ein bemerkenswerter Vertreter. Ein Regisseur, der die Augsburger Puppenkiste ins Kino brachte, ist eine Fußnote der deutschen Filmgeschichte, die ihren Ursprung in Bergedorf hat.1
Häufige Fragen zu Michael F. Huse
Wie alt ist Michael F. Huse und wann wurde er geboren?
Michael F. Huse wurde am 16. August 1957 in Hamburg-Bergedorf geboren. Im Jahr 2026 wird er damit 69 Jahre alt.1
Wo wohnt Michael F. Huse heute?
Er lebt und arbeitet heute zwischen Berlin und Hamburg. Seine berufliche Tätigkeit in der Film- und Kommunikationsbranche verteilt sich auf beide Städte.2
Was macht Michael F. Huse heute beruflich?
Er ist weiterhin als Regisseur und Autor tätig. Nach zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen veröffentlichte er 2017 seinen Debütroman Codex 177. Ein Jahr mit Blutmond und stellte den Stoff in den Folgejahren in Autorengesprächen vor.1
Welcher Film machte Michael F. Huse bekannt?
Sein bekanntestes Werk ist Die Story von Monty Spinnerratz, das als erstes Kinoprojekt der Augsburger Puppenkiste gilt.1
Wie hoch ist das Vermögen von Michael F. Huse?
Zum Vermögen von Michael F. Huse gibt es keine seriösen, öffentlich belegbaren Angaben.